🚨🇩🇯 Romain Molina kritisiert die Fußballföderation von Dschibuti – schwere Vorwürfe sorgen für Diskussionen
Der französische Journalist Romain Molina hat erneut deutliche Kritik an der Fußballführung in Dschibuti geäußert. Im Mittelpunkt stehen dabei die Fédération Djiboutienne de Football (FDF), ihr Präsident Souleiman Waberi sowie die Frage, ob innerhalb des Verbandes Regeln und Statuten konsequent eingehalten werden. Molina erhebt dabei schwere Vorwürfe, die für erhebliche Diskussionen im afrikanischen Fußball sorgen.
Nach Darstellung Molinas soll es innerhalb der FDF seit Jahren an einem klaren und nachhaltigen Entwicklungsprojekt für den Fußball fehlen. Gleichzeitig wirft er den Verantwortlichen vor, Entscheidungen nicht immer transparent zu treffen. Besonders kritisch sieht der Journalist die angebliche Vermischung persönlicher Interessen mit den Aufgaben eines Fußballverbandes.
Ein weiterer Streitpunkt betrifft die jüngste Wahl des Verbands. Molina behauptet, dass Personen aus dem Umfeld beziehungsweise der Familie von Präsident Waberi Teil der Wahlkommission gewesen seien. Sollte dies tatsächlich den Statuten des Verbandes widersprechen, würde dies erhebliche Fragen zur Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit des Wahlprozesses aufwerfen. Eine solche Angelegenheit müsste allerdings anhand offizieller Dokumente und der geltenden Verbandsregeln überprüft werden.
Besonders kontrovers ist außerdem die Diskussion um die Teilnahme an den afrikanischen Vereinswettbewerben. Molina kritisiert die Entscheidung, den Klub der Garde Républicaine von den Qualifikationsspielen zur CAF Confederation Cup auszuschließen und stattdessen ASAS Djibouti Telecom zu berücksichtigen. Nach seinen Angaben habe die Garde Républicaine ihre Unterlagen rechtzeitig bei der CAF eingereicht. Der Verband soll dies anders begründet haben.
Damit stellt sich eine zentrale Frage: Nach welchen Kriterien werden Teilnehmer für internationale Wettbewerbe ausgewählt? Gerade bei Entscheidungen mit sportlichen und finanziellen Konsequenzen ist Transparenz besonders wichtig. Vereine müssen nachvollziehen können, warum ein bestimmter Klub zugelassen oder ausgeschlossen wird.
Auch der Zeitpunkt des Pokalfinales sorgt laut Molina für Kritik. Wenn das Finale des Djibouti Cup erst am 16. Oktober stattfinden sollte, obwohl die neue Saison bereits begonnen hat, stellt sich die Frage nach der sportlichen Planung. Ein Verband benötigt klare Kalender, nachvollziehbare Fristen und frühzeitig kommunizierte Regeln, damit Vereine ihre Saison professionell vorbereiten können.
Molina geht mit seiner Kritik noch weiter und spricht von einem grundlegenden Problem innerhalb der Verbandsführung. Er behauptet, dass Funktionäre und Vereinsverantwortliche teilweise sanktioniert worden seien, weil sie öffentlich anderer Meinung gewesen seien. Solche Vorwürfe sind besonders ernst, denn Fußballverbände sollten unterschiedliche Meinungen und konstruktive Kritik zulassen, solange die geltenden Regeln respektiert werden.
Hinzu kommen laut Molina Fragen zur finanziellen Verwaltung. Er verweist auf einen früheren Prüfbericht des Sportministeriums, der angeblich Unregelmäßigkeiten festgestellt habe. Auch hier gilt jedoch: Solche Behauptungen müssen durch offizielle Untersuchungen, Dokumente und unabhängige Prüfungen bestätigt werden, bevor daraus endgültige Schlussfolgerungen gezogen werden können.
Der Fall zeigt jedoch unabhängig davon, wie wichtig transparente Strukturen im Fußball sind. Verbände tragen Verantwortung für Vereine, Spieler, Trainer, Schiedsrichter und Nachwuchstalente. Entscheidungen müssen deshalb nachvollziehbar, fair und möglichst frei von persönlichen Interessen getroffen werden.
Für den Fußball in Dschibuti steht damit mehr auf dem Spiel als ein einzelner Streit um einen Pokalplatz. Es geht um Vertrauen, sportliche Entwicklung und die Zukunft des nationalen Fußballs. Sollten die erhobenen Vorwürfe zutreffen, wären Reformen und eine unabhängige Überprüfung der Strukturen dringend notwendig.
Molina fordert mit seiner scharfen Kritik letztlich eine grundlegende Diskussion: Wer kontrolliert einen Fußballverband, wenn Zweifel an seinen Entscheidungen entstehen? Und welche Mechanismen sorgen dafür, dass Statuten tatsächlich für alle Beteiligten gleichermaßen gelten?
Die kommenden Entscheidungen der Verantwortlichen könnten deshalb entscheidend sein. Transparenz, klare Regeln und eine langfristige Entwicklungsstrategie wären wichtige Schritte, um das Vertrauen in den Fußball Dschibutis zu stärken.

